

Jede Linie hat gewisse Engpässe, und theoretisch lassen sie sich vor allem durch den Austausch oder die Leistungssteigerung einzelner Maschinen reduzieren. Dieses Phänomen häuft sich in Linien, die in verschiedenen Phasen der Unternehmensgeschichte aus unterschiedlichen Maschinen zusammengestellt wurden. Solche „Patchwork-Linien“ verzeichnen in der Regel die größten Verluste, da die schnellste Maschine auf ihre langsameren Vorgänger warten muss. Deshalb setzen wir bei Milbor PMC auf einen projektbezogenen Ansatz – wir entwickeln eine Linie, in der die Maschinen aufeinander abgestimmt sind und deren Leistungen miteinander korrespondieren. Wenn wir unsere Geräte mit Maschinen anderer Anbieter integrieren, prüfen wir stets deren tatsächliche Leistung und wählen auf dieser Grundnahme die übrigen Komponenten aus.
Man könnte meinen, dass das Thema Optimierung so wichtig ist, dass Unternehmen diesen Aspekt ständig überwachen und ihm Priorität geben. Die Praxis zeigt, dass dies eher selten der Fall ist.
Die Arbeit im Obstgeschäft ist speziell. Die Bediener wechseln regelmäßig, schlecht motivierte Mitarbeiter geben nur wenig von sich, und die Hektik in der Hochsaison lässt die Aufmerksamkeit für Details schwinden. Es überrascht nicht, dass unter solchen Bedingungen kein Raum bleibt, um sich zu fragen, ob wirklich alles mit voller Leistung läuft. Und wenn nicht, hat der Investor im Grunde einen Teil seines Geldes buchstäblich zum Fenster hinausgeworfen. Auch das Wissen darüber, was eigentlich geprüft werden sollte, lässt zu wünschen übrig. Dabei ist es eigentlich recht einfach. Über die durchschnittliche Leistung der Linie geben uns die Statistiken der Kontrollwaage oder des Traysealers Aufschluss.
Hinter dem Begriff Leistung verbergen sich de facto verschiedene Begriffe:
BEISPIEL: Der Traysealer verschließt die Schalen mit einer Momentanleistung von 100 Schalen/Min. In einem einstündigen Zyklus stoppte der Bediener die gesamte Linie für 5 Min., um den Kopf am Etikettierer zu wechseln. Dadurch sank die Durchschnittsleistung des Traysealers in diesem Zyklus von 100 auf knapp 92 Verpackungen pro Minute.
Die durchschnittliche Leistung der gesamten Linie wird durch das schwächste Glied begrenzt, also die Maschine mit dem langsamsten Durchsatz. Wenn in Ihrer Verpackungslinie der Traysealer und der Etikettierer mit 110 Verpackungen pro Minute arbeiten können, der Wägedosierer aber nur 70 Verp./Min. „schafft“, werden die Kapazitäten der übrigen Maschinen in der Linie nicht voll ausgeschöpft.
Die Ursachen für die Entstehung von Engpässen und ihre Bedeutung für den gesamten Produktionsprozess erklärt Piotr Milewski:
Der Sortierer sondert Früchte aus, die die Verpackungskriterien nicht erfüllen – er ist ein Sieb, das einen Teil der Heidelbeeren ausschließt. In Zeiten, in denen die Qualität des Rohmaterials schlechter ist, können wir von bis zu 40 % ausgesiebten Früchten sprechen. Wenn die Nominalgeschwindigkeit des Sortierers z. B. 2 Tonnen/h beträgt, können in einer Stunde bis zu 800 kg Heidelbeeren aus dem Prozess herausfallen, und zum Wägedosierer gelangen nur 1200 kg pro Stunde. Eine geringe Leistung des Sortierers führt dazu, dass die nachfolgenden Maschinen in der Linie nicht mit voller Kapazität arbeiten können, da ihnen schlicht das Rohmaterial fehlt. Und umgekehrt – ein hoher Durchsatz am Heidelbeersortierer sorgt dafür, dass die nachfolgenden Maschinen in der Linie bessere Ergebnisse erzielen können.
Auch die Konstruktion der Maschine selbst beeinflusst, wie schnell die Früchte sie durchlaufen. Ein gutes Beispiel dafür ist der Wägedosierer G3 Evolution, bei dem ein Transportband die Früchte gleichmäßig befördert. Die Maschine wartet nicht, bis sich alle Wiegebecher gefüllt haben, es reichen vier volle Wiegebecher, damit der Wägedosierer die Schalen befüllt. Wiegebecher, die das erforderliche Gewicht noch nicht erreicht haben, werden im nächsten Zyklus verpackt. Im Einzelfall sprechen wir hier nur von einer Ersparnis von wenigen Sekunden, doch über einen ganzen Arbeitstag summiert sich das zu einer deutlichen Zeitersparnis gegenüber einem Wägedosierer, der auf alle Wiegebecher wartet. Auch die Konstruktion beeinflusst die Arbeitsgeschwindigkeit der G3. Die Bauteile, an denen die Früchte den größten Belastungen ausgesetzt sind, sind aus weichem Silikon gefertigt, wodurch sie herabfallende Früchte gut abfedern. Ein ideales Beispiel dafür ist das Band, auf das die Heidelbeeren aus dem darüber angebrachten Trichter fallen. Dank solcher Lösungen verlieren die Früchte nicht an Festigkeit – sie rollen reibungslos weiter und sind für den Verbraucher attraktiver. Manche Unternehmen, die mit weniger schonenden Maschinen arbeiten, reduzieren deren Geschwindigkeit, um die gute Qualität der Früchte zu erhalten. Darunter leidet die Leistung der gesamten Linie.
Die Ursachen für die Entstehung von Engpässen können unterschiedlich sein, doch das Ergebnis ist immer dasselbe – geringere Einnahmen. Ein Anbauer mit eigener Verpackungsanlage, der durch Verträge mit Handelsketten gebunden ist, muss die Ware an einem bestimmten Tag liefern. Läuft seine Verpackungslinie nicht schnell genug, muss das Verpacken extern vergeben werden. Das bedeutet eine geringere Marge pro Schale (etwa 20-50 Groszy pro Verpackung), zusätzliche logistische Aufgaben und zudem das Risiko beschädigter Früchte oder untergewichtiger Verpackungen. Geht es hingegen um ein Verpackungsunternehmen, das die Fruchtmenge an die Kapazität seiner Linie anpasst, wirkt sich ein geringerer Durchsatz der Linie proportional auf niedrigere Verkaufszahlen aus.
Auch wenn die Ursachen für eine Verlangsamung der Verpackungslinie sehr unterschiedlich sein können, bleibt das Ergebnis in der Regel dasselbe – weniger Geld auf dem Bankkonto. Wenn Sie nicht verpacken oder es langsamer tun, als Sie könnten, verdienen Sie weniger. In einem Geschäft, in dem die Anforderungen der Discounter sehr hoch sind und die Erwartungen der Kunden steigen, zählt jede Tonne. Die Diagnose und Beseitigung von Engpässen ist einer der ersten Schritte zu besseren Erträgen. Diese Diagnose lässt sich leichter im Kreis erfahrener Heidelbeer-Praktiker stellen. 13 Jahre Branchenerfahrung, eine eigene Plantage und fast 300 realisierte Automatisierungsprojekte sorgen dafür, dass wir den Heidelbeersektor aus jeder Perspektive kennen. Wir kennen auch die Engpässe von Verpackungslinien, und dank Wissen und Technologie können wir sie diagnostizieren und beseitigen. Wenn Sie mehr zu diesem Thema erfahren möchten, füllen Sie das Formular aus und lassen Sie uns über die Optimierung Ihrer Verpackungsanlage sprechen.






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